Die Rhythmuskiste (Cajon span. „Kiste“) ist eine wesentliche Erfindung der Menschen in der afrikanischen Diaspora. Sie trotzten dem Trommelverbot der sklavenhaltenden Herren, indem sie Transportkisten für Tee, Fisch, Obst, Zigarren usw. als Musikinstrumente verwendeten. Da die Arbeitsmittel nicht beschlagnahmt werden konnten, überlebten afrikanische Trommeltraditionen, Gemeinschaftsgefühl und Lebenskraft bis heute und entwickelten sich weiter. Ursprünglich in der schwarzen Bevölkerung Perus beheimatet, gelangte die Cajon in den 1970er Jahren mit dem brasilianischen Percussionisten Rubem Dantas nach Spanien und wird seitdem als Perkussionsinstrument im Flamenco gespielt. Inzwischen ist die Rhythmuskiste einem großen Auditorium bekannt und findet in allen möglichen Musikstilen von Rock/Pop/Folk über Hiphop, Musica brasileira und allen Formen von „unplugged music“ Verwendung – auf der Bühne, im Studio, auf der Straße und am Lagerfeuer. Die Spielarten und Rhythmus-Muster sind eine Verbindung aus unterschiedlichen Handtrommel- und Drumset-Techniken und den entsprechenden traditionellen und zeitgenössischen Rhythmen. Ich spiele Cajon seit 1998 und war von der Einfachheit und Effizienz dieses Instrumentes sofort begeistert und überzeugt. Da ich seit Oktober 2014 auch als Endorserin für http://klangbruder.de/ die junge Instrumentenbaufirma aus Thüringen arbeite, freue ich mich sehr, dass ich zu jedem meiner Workshops Klangbruder-Cajons als Leihinstrumente anbieten kann.

 

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